Stahlhelmtarnbezüge

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Stahlhelmtarnbezug im Flächentarndruck um 1962

Vermutlich schon ab 1962 getestet: Ein separater nicht mehr anknöpfbarer Tarnbezug für den NVA-Stalhelm M 56. Nachweislich getragen als "Provisorium" zum Flächentarnanzug der Kapuzenserie mit bereits eingerollt zu tragender Kapuze. Sehr wahrscheinlich steht dieser Bezug mit der serienmäßen Fertigung für den Uniformtrageversuch der Kragenserie von 1962 im Zusammenhang, Stoffbeschaffenheit und Färbung des Tarnmusters sprechen sehr dafür. Eine weitere Verwendung wäre auch denkbar für mit Kragen umgearbeitete Kapuzenjacken der 60er Jahre. Tarnschlaufen am Tarnbezug gab es in der DDR nur bei dieser Variante, das Vorbild zum Stahlhelmtarnbezug der Wehrmacht ist hier unverkennbar.

 

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug der Zwischenlösung im Flächentarndruck  1964-65

  

  

Anknöpfbarer Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug der "Zwischenlösung" im Flächentarndruck, Fertigung um 1964 bis 1965. An der Tasche für das Gesichtstarnnetz befinden sich keine Knöpfe, das Netz wird durch ein Gummizugband gesichert. An einigen Exemplaren dieser Ausführung befinden sich Stempelungen mit einer Größenangabe.

Von dieser Ausführung des Stahlhelmtarnbezuges gab es vermutlich auch eine sehr leichte Variante passend zum Kampfanzug der "Zwischenlösung" um 1964, der in sehr dünnem Flächentarnstoff produziert wurde.

 

 

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Für die Felddienstbekleidung der Kragenserie von 1965 (KA 64) bis 1971 ebenso wie für die nachfolgend dargestellten Stahlhelmtarnbezüge des gleichen Zeitraums gilt: Analoger Schnitt der jeweiligen Ausführungen sowohl im Strichtarn- als auch im Flächentarndruck. Die Ausführungen im Flächentarndruck können daher nicht als eigenständige "Weiterentwicklungen" betrachtet werden, sie waren Auslaufmodelle aus Uniformstoff der noch bis etwa 1967 hergestellt und bis 1971 verarbeitet worden ist. Die Ursachen hierfür lagen sicherlich in der damaligen DDR-Planwirtschaft mit den Vorgaben des Fünfjahrplanes.

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug 64 im Strichtarndruck Typ I 1965-66

 

 

Anknöpfbarer Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug 64 im Strichtarndruck Typ I, Fertigung um 1965 bis 1966. Die Strichtarnung der Sicherungslaschen für das Gesichtstarnnetz verläuft entgegen der Richtung der Strichtarnung der Kapuze. Bakelitknöpfe.

 

 

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug 64 im Flächentarndruck 1965-66

 

 

Anknöpfbarer Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug 64 im Flächentarndruck, Fertigung um 1965 bis 1966Sicherungslaschen für das Gesichtstarnnetz mit Bakelitknöpfen.

 

 

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug im Strichtarndruck Typ I 1966-68

 

 

Nicht mehr anknöpfbarer Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug im Strichtarndruck Typ I, Fertigung vermutlich um 1966 bis 1967/68. Die Strichtarnung der Sicherungslaschen für das Gesichtstarnnetz verläuft nun in Richtung der Strichtarnung der Kapuze. Bakelitknöpfe.

 

 

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug im Flächentarndruck 1967-68

 

 

Nicht mehr anknöpfbarer Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug im Flächentarndruck 1967/68, Fertigung vermutlich um 1967 bis 1968.

Sicherungslaschen für das Gesichtstarnnetz mit Bakelitknöpfen. Vermutlich weitere Nutzung dieses Helmbezuges mit dem Auftragen der Kampfanzüge der Kragenserie im Flächentarndruck bis 1971.

 

 

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug im Flächentarndruck 1969-71

 

 

Nicht mehr anknöpfbarer Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug im Flächentarndruck 1969 bis 1971, Fertigung vermutlich um 1969 bis 1971.

Sicherungslaschen für das Gesichtstarnnetz mit Bakelitknöpfen

 

 

 

 

 

 

Vergleich Tarnbezug im Flächentarndruck von 1967/68 mit einem Tarnbezug im Flächentarndruck der Fertigungsreihe von 1969-71

 

Links der Bezug von 1967/68, rechts der Bezug der Fertigungsreihe von 1969-71. Die mittlere Doppelnaht der vorderen oberen Kapuzenbegrenzung der Fertigungsreihe von 1969-71 reicht hier nun bis zur Unterseite des Tarnbezuges. Der Stoff des Helmbezuges der Fertigungsreihe 1969 bis 1971 ist nun dünner und der Tarndruck heller, der untere Umschlag des Nackenschutzes (s. oben) ist schmaler gegenüber der Ausführung von 1967/68.

 

 

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug im Strichtarndruck Typ II der 70er Jahre

 

 

Nicht mehr anknöpfbarer Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug der 70er Jahre im Strichtarndruck Typ II, Fertigung vermutlich um 1969/1970 bis 1977/78. Die Strichtarnung der Sicherungslaschen für das Gesichtstarnnetz verläuft in Richtung der Strichtarnung der Kapuze. Bakelitknöpfe. Zu beachten ist hier nun die bis 1990 dünner gefertigte Kapuzenkordel.

 

 

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug im Strichtarndruck Typ II der 80er Jahre

 

 

Nicht mehr anknöpfbarer Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug der 80er Jahre im Strichtarndruck Typ II, Fertigung vermutlich um Mitte/Ende der 70er Jahre bis zum Ende der DDR. Die Strichtarnung der Sicherungslaschen für das Gesichtstarnnetz verläuft auch hier in Richtung der Strichtarnung der Kapuze. Die Sicherungslaschen für das Gesichtstarnnetz weisen nun graue Plasteknöpfe auf.

 

 

 

 

 

Trageweise der DDR-Stahlhelmtarnbezüge

 

   

Historische Originalbeschreibung: Der militärische Dienst fordert vom Soldaten den höchsten Einsatz. Vom bewußten Willen jedes einzelnen Soldaten, die Waffen und Geräte unter gefechtsnahen Bedingungen vollendet beherrschen zu lernen, von seinem Können und seiner Einsatzbereitschaft hängt letztlich die Kampfkraft seiner Einheit, der Nationalen Volksarmee ab.

Vermutlich der Helmbezug zum Uniformtrageversuch von 1962. In einer kurzen Übergangsphase nach dem 01.01.1965 wurde zum Kampfanzug der Kapuzenserie zusätzlich dieser separate Stahlhelmtarnbezug im Flächentarndruck verwendet. Die Tarnschlaufen am Bezug ähneln stark denen an Helmbezügen der Wehrmacht und finden sich nur auf dieser Version des Tarnbezuges, bei allen nachfolgenden Modellen wurde in der DDR auf diese verzichtet.  5)

 

 

 

Schießausbildung in Nähe der innerdeutschen Grenze in Craula (Thüringen) um 1965 bis 1968. Der MPi-K-Schütze rechts im Bild trägt einen separaten Stahlhelmtarnbezug im Flächentarndruck1)

 

 

 

 

 

 

Vor dem Aufziehen des Tarnbezuges (hier 1971) auf den M 56 wurde der Nackenschutz nach innen eingeschlagen, auf Befehl wurde am Helm dann noch das Tarnnetz angebracht.

An DDR-Stahlhelmtarnbezügen befinden sich so gut wie keinerlei oder nur schwer zu deutende Stempelungen. Eine Zuordnung zu den einzelnen Fertigungsjahren ist daher schwierig, anhand der verschiedenen Schnitte der FD-Uniformen und Farbunterschiede der Tarnmuster lassen sich diese aber zeitlich recht gut einordnen.

Da der Stahlhelm M 56 in drei Größen produziert wurde, liegt es nahe, dass vermutlich auch die Stahlhelmtarnbezüge in drei Größen produziert wurden. Die blau gestempelte "1" auf der rechten unteren Abbildung könnte die Größe "1" bedeuten.

 

 

 

 

Stahlhelmtarnbezug für den Kampfanzug 64 im Strichtarndruck Typ I 1965-66der Nackenschutz ist nach innen eingeschlagen.

 

 

 

 

 

Linke Abb.: Die Besatzung eines SPW 152 trägt den Stahlhelmtarnbezug im Strichtarndruck der 70er Jahre. Rechte Abb. etwa um 1975: Oberleutnant der VP Horst Welsch (†) (Bildmitte) und Oberleutnant der VP Siegfried Marquardt (rechts im Bild) tragen zur entsprechenden Felddienstbekleidung den Stahlhelmtarnbezug im Strichtarndruck der 70er Jahre. Der Oberleutnant der VP links im Bild trägt eine Feldmütze der 60er Jahre. Die aufknöpfbaren Ärmel der Sommer-Felddienstjacken wurden aufgrund erhöhter Temperaturen auf Befehl des Kommandeurs der 3. VP-Bereitschaft Potsdam zweimal umgeschlagen.  2)

 

 

 

 

Wachtmeister des Nachrichtenzuges der 5. Kp. der 3. oder 20. VP-Bereitschaft Potsdam tragen auf dem TÜP I Belzig den Stahlhelmtarnbezug im Strichtarndruck der 70er Jahre.  2)

 

 

 

Angehörige des Flak-Zuges der 4. Kp. der 3. oder 20. VP-Bereitschaft Potsdam tragen in den 80er Jahren auf dem HKO des TÜP I Belzig den Stahlhelmtarnbezug im Strichtarndruck der 70er oder 80er Jahre. Im Bild eine 23-mm-Flak ZU-23-2 gezogen von einem SPW-152.   2)